Diverse Medien befassen sich heute mit dem neuen "Sozialbericht 2011 für Deutschland", der gestern vom Statistischen Bundesamt vorgestellt wurde. Die wirklich umwerfende Schlußfolgerung daraus ist, daß man aus der Armut nicht so leicht herauskommt. Bisher war das ja ganz anders: man brauchte nur ausreichende Mengen an Tellern zu waschen, im Lotto gewinnen oder erfolgreich eine Bank auszurauben, und schon war es mit der Not vorbei. Aber nun gibt es Geschirrspülmaschinen, beim Lotto werden absichtlich immer die falschen Zahlen gezogen und die Banken sind ja auch nicht mehr das, was sie mal waren. bz-berlin.de schreibt dazu: "In Deutschland gelingt es immer weniger armen Menschen, wieder aus sozialer Not herauszukommen. ... Das Risiko, der einmal erreichten Armut nicht mehr entrinnen zu können, ist seit den 80er-Jahren kontinuierlich gestiegen." Guido Westerwelle, der Spezialist für altrömische Dekadenz, würde Goldbarren staunen, wenn er nicht vollauf damit beschäftigt wäre, seine Weisheit in der ganzen Welt zu verbreiten.
Was kann man dagegen tun? Fleiß und Eigeninitiative sind nicht mehr gefragt, sondern werden regelrecht abgestraft. Da macht sich einer wirklich Gedanken, wie er aus der Misere rauskommt, um nicht stetig den Gürtel enger um den Hals schnallen zu müssen. "Womit macht man richtig Geld?" fragt sich dieser clevere Hartzi. "Nutten, Waffen, Drogen" antwortet er sich selbst. An Waffen kommt er nicht ran, die Nutten wollen nicht so recht. Doch unser Freund ist naturverbunden und kompetent, weil er mal im 1-Euro-Job Gras gemäht hat. Er bestellt sich eine Broschüre und einige Utensilien, und alles andere geht praktisch von allein. Bald wird er den Lohn seiner Mühen ernten. Doch da steht plötzlich die Polizei vor der Tür, weil die Hanfpflanzen aus dem Fenster gewunken haben. Unser Held konnte sich keine Gardinen leisten. So ergeht's einem, wenn man das Schicksal gegen sich hat.
welt.de überrascht mit folgender sensationeller Beobachtung: " ... zeigen die Autoren einen engen Zusammenhang zwischen Bildung, Erwerbsarbeit und Einkommen sowie Gesundheit und Lebenserwartung auf: Wer gut gebildet und vermögend ist, ... lebt im Schnitt bis zu zehn Jahre länger." Was ich daran nicht verstehe: Wenn die Armen eher sterben, müßte es doch prozentual immer weniger davon geben und nicht umgekehrt?
Zumindest ist diesmal von Armut die Rede und nicht immer dieses verlogene "armutsgefährdet", was suggeriert, alles wäre ja gar nicht so schlimm. Doch, das ist es: Fast jeder dritte ist nicht in der Lage, zumindest jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu bekommen. 16 Prozent können ihre Wohnung nicht ausreichend heizen. Da hört der Spaß auf, meint die Satirikerin.
SCHÖN, DASS SIE REINSCHAUEN ...
... hier erscheinen in unregelmässiger Folge Heiteres, Albernes, aber auch bissige Satire
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2011/10/12
2011/10/01
FDP - Die Leistungspartei
Vor unserem Plattenbau steht eine Bank, und bei halbwegs erträglichem Wetter herrscht dort reges Kommen und Gehen der Mieter. Da werden tiefschürfende politische Gespräche geführt - wie ein Stammtisch ohne Alkohol. Meine Nachbarn meinen nun, die FDP solle sich einmotten lassen. Hmm, einmotten tat man früher Kleidungsstücke, die man in der entsprechenden Jahreszeit wieder unversehrt - ohne Mottenfraß - hervorholen und nutzen wollte. Muß das bei dieser Partei wirklich sein?
Ich habe mir mal Gedanken gemacht, was außer Getöne die bekannten Köpfe der ehemaligen Spaß-Partei so "liefern". Ich kann da wirklich keine Gründe zur Konservierung finden.
Der Bundeswirtschaftsminister wird von niemandem, nicht einmal den Kabinettskollegen, ernstgenommen. Das muß wohl Gründe haben. Auch ich kann die besondere Wirtschaftskompetenz eines Arztes nicht einmal mit der Lupe finden. Der Außenminister macht sich und die Bundesrepublik überall auf der Welt lächerlich. Leutheusser-Schnarrenberger ist erfahren und fällt kaum negativ auf - eine Ausnahme. Außerdem bleibt sie bei ihrer Linie und versucht durchzusetzen, was sie für richtig hält. Achtenswert. Daniel Bahr - No Comment. Der Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel tritt öffentlich wenig in Erscheinung, was sicher auch damit zu tun hat, daß er auf dem Posten eine eklatante Fehlbesetzung ist. Womit hat er überhaupt einen Ministersessel verdient? Das habe ich mich 2009 gefragt und immer noch keine Antwort erhalten. Immerhin machte er persönlich in dieser Zeit eine Entwicklung durch: er ist fett geworden. Wer ist noch erwähnenswert? Kubicki, der nicht in die Bundespolitik will. Er stänkert lieber von weitem. Hochintelligent und scharfzüngig, ich möchte ihn nicht zum Gegner haben.
Silvana (Namensbedeutung: "Bewohnerin des Waldes") Koch-Mehrin, die mit ihrer Reaktion auf die Plagiatsvorwürfe bezüglich ihrer Doktorarbeit schon bewiesen hat, daß sie im Wald steht, macht schon wieder negative Schlagzeilen. Nachdem schon vor Monaten herausgekommen war, das sie im Europaparlament als Abgeordnete sehr selten present ist, meldet dpa jetzt, daß sie auch die Ausschusssitzungen seit 2 Jahren schwänzt. dpa bemerkt dazu: "Die Ausschussarbeit zählt zu den wesentlichen Aufgaben eines EU-Parlamentariers." Auch für eine Stellungnahme soll sie nicht zu erreichen gewesen sein. Womit verbringt die einstige Vorzeige-FDPlerin eigentlich ihre Zeit? Wofür kassiert sie ihre Diäten? Selbst in Österreich interessiert man sich dafür. Nachrichten.at berichtet dazu: " ... bekommt Koch-Mehrin als Abgeordnete des Europäischen Parlamentes ein Bruttogehalt von rund 8.000 Euro. Hinzu kommen ... eine allgemeine Kostenpauschale von rund 4.300 Euro sowie ein Tagegeld pro Sitzungstag von rund 300 Euro.
Wie war noch der Slogan? "Leistung muß sich wieder lohnen." Nichts leisten lohnt aber offensichtlich noch viel mehr.
Ich habe mir mal Gedanken gemacht, was außer Getöne die bekannten Köpfe der ehemaligen Spaß-Partei so "liefern". Ich kann da wirklich keine Gründe zur Konservierung finden.
Der Bundeswirtschaftsminister wird von niemandem, nicht einmal den Kabinettskollegen, ernstgenommen. Das muß wohl Gründe haben. Auch ich kann die besondere Wirtschaftskompetenz eines Arztes nicht einmal mit der Lupe finden. Der Außenminister macht sich und die Bundesrepublik überall auf der Welt lächerlich. Leutheusser-Schnarrenberger ist erfahren und fällt kaum negativ auf - eine Ausnahme. Außerdem bleibt sie bei ihrer Linie und versucht durchzusetzen, was sie für richtig hält. Achtenswert. Daniel Bahr - No Comment. Der Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel tritt öffentlich wenig in Erscheinung, was sicher auch damit zu tun hat, daß er auf dem Posten eine eklatante Fehlbesetzung ist. Womit hat er überhaupt einen Ministersessel verdient? Das habe ich mich 2009 gefragt und immer noch keine Antwort erhalten. Immerhin machte er persönlich in dieser Zeit eine Entwicklung durch: er ist fett geworden. Wer ist noch erwähnenswert? Kubicki, der nicht in die Bundespolitik will. Er stänkert lieber von weitem. Hochintelligent und scharfzüngig, ich möchte ihn nicht zum Gegner haben.
Silvana (Namensbedeutung: "Bewohnerin des Waldes") Koch-Mehrin, die mit ihrer Reaktion auf die Plagiatsvorwürfe bezüglich ihrer Doktorarbeit schon bewiesen hat, daß sie im Wald steht, macht schon wieder negative Schlagzeilen. Nachdem schon vor Monaten herausgekommen war, das sie im Europaparlament als Abgeordnete sehr selten present ist, meldet dpa jetzt, daß sie auch die Ausschusssitzungen seit 2 Jahren schwänzt. dpa bemerkt dazu: "Die Ausschussarbeit zählt zu den wesentlichen Aufgaben eines EU-Parlamentariers." Auch für eine Stellungnahme soll sie nicht zu erreichen gewesen sein. Womit verbringt die einstige Vorzeige-FDPlerin eigentlich ihre Zeit? Wofür kassiert sie ihre Diäten? Selbst in Österreich interessiert man sich dafür. Nachrichten.at berichtet dazu: " ... bekommt Koch-Mehrin als Abgeordnete des Europäischen Parlamentes ein Bruttogehalt von rund 8.000 Euro. Hinzu kommen ... eine allgemeine Kostenpauschale von rund 4.300 Euro sowie ein Tagegeld pro Sitzungstag von rund 300 Euro.
Wie war noch der Slogan? "Leistung muß sich wieder lohnen." Nichts leisten lohnt aber offensichtlich noch viel mehr.
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