Allen Lesern ein erholsames und ruhiges Weihnachtsfest! Möge jeder die Feiertage nach seiner Facon verbringen, ob in Familie oder allein am Computer. Auch die, die aus diversen Gründen arbeiten müssen, sollen nicht vergessen sein.
Ihr Lieben, denkt an die Euren und einmal weniger an Euch selbst. Vorhin verliess eine junge Familie geschenkbepackt unser Haus. Es war noch nicht einmal 14 Uhr. Wie eilig sie es hatten, ins Auto (Kennzeichen von hier) zu steigen und wegzukommen! Großeltern beziehungsweise Urgroßeltern zu Geschenklieferanten degradiert, deren Gesellschaft man aber nicht einmal eine Stunde ertragen mag. Sich einmal im Jahr kurz blicken lassen um einzusacken, und die Alten die restlichen 8759,5 Stunden (im Schaltjahr 8783,5) ihrer Einsamkeit überlassen. Obwohl das Fest mir als Heidin nichts bedeutet, macht es mich traurig, so etwas zu beobachten.
Präsident möchte man in diesen Tagen wahrhaftig nicht sein. Kein Weihnachtsfrieden für den Bundeskreditnehmer, dessen Weihnachtsansprache so widersprüchlich wie farblos ist. Will er nun den Islam fördern oder Demokratie und Zusammenhalt in der Gesellschaft? Islam und Demokratie passen nicht zusammen, Islam und Demokratie sind Gegensätze. Unsere Toleranzpolitiker wissen nicht, was sie tun.
Und wenn er behauptet, zuversichtlich zu sein, der eingeschlagene Weg würde Europa aus der Schuldenkrise führen, ist er entweder verboten naiv oder er sagt nicht die Wahrheit. Umschulden ist nur Aufschieben, auf einen Grünen Zweig kommt man so nie. Stattdessen werden die, denen es noch einigermassen ging, mit in den Abgrund gezogen. Danke übrigens, Merkel&Konsorten, für dieses Geschenk!
Väterchen Ministerpräsident Putin ist auch kein Weihnachtsfriede gegönnt, die Demonstranten fluten Russlands Straßen. Aber die Orthodoxen feiern ja auch erst am 7.Januar. Dass dieser eifrige Selbstdarsteller übrigens heutzutage auch in der Kirche abgelichtet wird, wundert mich schon. Entweder war er der einzige gläubige KGB-Offizier, oder er hat eine erstaunliche Wandlung vollzogen.
Auch die jüngsten Gesetzes-Bescherungen von Ministerpräsident Viktor Orban werden von den Ungarn mit Protesten beantwortet. Ex-Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany wurde sogar zusammen mit anderen Demonstranten festgenommen. Und Ex-Ministerpräsidentin Timoschenkos siebenjährige Haftstrafe ist soeben vom Berufungsgericht bestätigt worden. Syriens Präsident Baschar Hafiz al-Assad hat schon lange keine Freunde mehr.
Präsident Obama geht's etwas besser: ihm haben die Republikaner zwei Monate Aufschub geschenkt im Steit um finanzielle Erleichterungen bei den Sozialabgaben. Und Präsident Raul Castro feiert sich selbst mit einer Massenamnestie.
Hier Weihnachtsgrüße von Ministerpräsident Netanjahu an die Christen der Welt - mir ist nicht bekannt, dass zum Beispiel Präsident Ahmadenedjad etwas in der Art veröffentlicht hätte.
http://www.youtube.com/watch?v=qnKwHJL5Sqk&feature=player_embedded
Wenn man lange genug auf der ganzen Welt sucht, findet man auch ein Weihnachtswunder. So wird uns dieser Tage das Rührstück präsentiert, wie ein seit dem Tsunami Weihnachten 2004 von der Familie tot geglaubtes indonesisches Mädchen ihre Eltern wiedergefunden hat.
http://elo-forum.net/shortnews/2011122342995.html
SCHÖN, DASS SIE REINSCHAUEN ...
... hier erscheinen in unregelmässiger Folge Heiteres, Albernes, aber auch bissige Satire
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2011/12/24
2011/11/22
Guttenberg, der Widergänger
Der Peter war ein Renommist.
Ihr wisst vielleicht nicht, was das ist?
Ein Renommist, das ist ein Mann,
der viel verspricht und wenig kann.
(Aus "Die Sache mit den Klößen" von Erich Kästner)
Welch ein Segen schien es zu sein, als Karl-Bramarbas zu Guttenberg abdankte und (sich) kurze Zeit später nach Amerika verzog. Endlich war seine Allgegenwart in den Medien, meist begleitet von irrwitzigen Attributen wie "gutaussehend", "beliebtester Politiker" oder gar "Politstar", Geschichte. Gerade in der Schlußphase seines politischen Wirkens war es unerträglich geworden, wie er von den Seinen, allen voran die Kanzlerin und sein Parteichef, als ausgezeichneter Verteidigungsminister, wenn nicht gar als "fähig" bezeichnet wurde - obwohl nun wirklich deutlich seine Unfähigkeit zutage getreten war (die er bis dato relativ geschickt zu kaschieren gewusst hatte, indem er immer genau die Leute schasste, die sie hätten ans Licht bringen können - Stichwort Kundus-Affäre).
Doch schon Ende September wurde klar, dass der Totgeglaubte weiterhin durch die deutschen Medien geistern würde, als es hieß, er sei in einen renommierten US-Thinkthank berufen worden (am 29.09.2011 hier im Blog kurz kommentiert); und zwar ausgerechnet unter dem Label "distingued statesman". Noch bedrohlicher wurde es am letzten Samstag, als unbelehrbare deutsche Medien einen Auftritt des Ex-In-Spe-Kanzlerkandidaten in Canada bejubelten. Der nun im amerikanisierten Look auftretende Poseur war zu einer Diskussionsrunde auf einer Sicherheitskonferenz in Halifax geladen. In etlichen deutschen Medien wird der Forumsleiter zitiert: „Es geht um seine Erfahrung, deshalb wollen ihn die Leute hören“. Will man uns einen Grizzly aufbinden? Ein paar Monate Wirtschaftsminister, etwas länger Kriegsminister - in beiden Jobs nichts gebacken bekommen ausser die Freundschaft von BILD zu erringen - und nun wird er angeblich als Experte gehandelt für Sicherheits- und Europapolitik? Von einem Comeback wird gar geschwafelt.
Nun, das Interesse vor Ort muß sich in Grenzen gehalten haben, denn außer seinem Namen in der Rednerliste konnte ich in amerikanischen und kanadischen Medien keine Erwähnung finden. Dabei entsprechen doch seine Fachkenntnisse in Täuschen, Blenden und Selbstinszenierungs-Show abziehen perfekt dem amerikanischen Usus in Politik und Wirtschaft. Die Lokalität seines Exils hat er mit Sicherheit nach seinen Neigungen gewählt.
In seinen (?) Ausführungen soll er scharfe Kritik an den europäischen Politikern geübt haben - zu denen er bis vor wenigen Monaten selbst gehörte. Oder ist erst jetzt hier alles in geistiger Impotenz versunken, seitdem der Ex-Doktor nicht mehr nach dem Rechten sieht? Zweifellos sind einige seiner Bemerkungen nicht ganz abwegig. In D wird nur noch Tagespolitik gewurschtelt und in Europa läuft alles darauf hinaus, als ultimative Lösung aller Probleme einen Universalzahlmeister BRD zu istallieren. Jedoch ist es unwürdiger, miserabler Stil, jetzt aus der Ferne über die Leute herzuziehen, die ihn weit über Gebühr und Verdienst gepuscht haben. Und er irrt, falls er meint, sich durch seine intellektuellen Gaben von der Masse der Politiker zu unterscheiden. Wieder einmal hat er nur schwadroniert, aber keine Lösungen angeboten. Doc Gutti war mit dem Ministeramt völlig überfordert und ist letztlich an seiner eigenen Persönlichkeit gescheitert. Man sollte auch die Frage aufwerfen, warum er die US-amerikanische Wirtschafts- und Finanzpolitik nicht für kritikwürdig hält. ("Bankrott in Washington" titelt die Onlineausgabe der Rheinischen Post heute. http://www.rp-online.de/politik/ausland/bankrott-in-washington-1.2612018 ).
Nun, der edle Herr hat ein gutes Gespür dafür, was die Leute hören wollen. Er ist sozusagen ein Chamäleon der Rede. Und in Amerika ist es zur Zeit große Mode, über Europa herzuziehen. Denn wir sind schuld am US-Desaster. Der US-Präsident hat es gesagt, also ist es wahr. Und dieser Geist - die Schuld immer bei anderen suchen, egal wie absurd es klingen mag - ist ja auch KT eigen.
Vernünftige Menschen würden wenigstens etwas Gras über ihre Verfehlungen wachsen lassen. Doch dazu bringt zu Guttenberg nicht die erforderliche Geduld auf. Er muß sofort austesten, wie er denn inzwischen wieder beim deutschen Wähler ankommt: Am 29.11. soll ein Interview-Buch erscheinen, in dem er angeblich die Plagiats-Affäre reflektiert. "Zu Guttenberg spricht über seine Herkunft, seine Familie, über die Zeit als politischer Überflieger im Wirtschafts- sowie im Verteidigungsministerium, über seinen Umgang mit den eigenen Fehlern, über die Zeit nach dem Rücktritt – und über die Voraussetzungen für die Rückkehr eines immer noch enorm populären Politikers." (stern.de)
"The Baron" läßt nichts anbrennen. Dabei ist in D noch nicht einmal das Ermittlungsverfahren gegen ihn abgeschlossen - womöglich wird Anklage erhoben und am Ende könnte der saubere Herr sogar vorbestraft sein. Im übrigen wird gemunkelt, dass Karl-Theodor auf Geheiß des Herrn Papa an einer neuen Doktorarbeit bastelt. Nimmt der Schrecken denn nie ein Ende?
Hier habe ich noch ein paar Beiträge zum Werdegang des "Politstars" herausgepickt:
09.02.2009 Frisch zum Wirtschaftsminister gekürt, nachdem Glos hingeschmissen hatte. stern.de: "Der FDP-Politiker und langjährige Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle, der nach der Bundestagswahl selbst gerne Wirtschaftsminister werden möchte, spottet: >Offenbar genügt es in der Union, dass man lesen und schreiben kann, um Wirtschaftsminister zu werden.<" http://www.stern.de/politik/deutschland/wirtschaftsminister-guttenberg-frisches-blaublut-fuer-berlin-654198.html
10.02.2009 sueddeutsche.de: "Glos' Nachfolger sollte erstens aus der CSU-Bundestagsfraktion kommen, zweitens dem CSU-Bezirk Oberfranken angehören (weil Landwirtschaftsministerin Aigner aus Oberbayern kommt) und außerdem ein loyaler Seehofer-Mann sein. Innerparteilicher Proporz vor fachlicher Eignung und persönlicher Autorität. Während Barack Obama in Washington die besten Köpfe des Landes um sich versammelt, bekommen wir hier parteipolitisches Klein-Klein serviert." http://www.sueddeutsche.de/politik/neuer-wirtschaftsminister-guttenberg-der-staat-als-beute-der-parteien-1.492394
16.03.2009 welt.de: "Nun ist Guttenberg fast einen Monat Bundeswirtschaftsminister ... Aus Textbausteinen wie „prüfen“, „Geduld“, „sorgfältig“ und „verantwortungsvoll“ windet er immer neue Wortgirlanden, die bedeutsam aussehen, ohne viel zu bedeuten. ... Guttenberg hat das Wesen seiner neuen Tätigkeit blitzschnell verstanden."
http://www.welt.de/wirtschaft/article3387129/Die-Feuertaufe-fuer-Wirtschaftsminister-Guttenberg.html
Ihr wisst vielleicht nicht, was das ist?
Ein Renommist, das ist ein Mann,
der viel verspricht und wenig kann.
(Aus "Die Sache mit den Klößen" von Erich Kästner)
Welch ein Segen schien es zu sein, als Karl-Bramarbas zu Guttenberg abdankte und (sich) kurze Zeit später nach Amerika verzog. Endlich war seine Allgegenwart in den Medien, meist begleitet von irrwitzigen Attributen wie "gutaussehend", "beliebtester Politiker" oder gar "Politstar", Geschichte. Gerade in der Schlußphase seines politischen Wirkens war es unerträglich geworden, wie er von den Seinen, allen voran die Kanzlerin und sein Parteichef, als ausgezeichneter Verteidigungsminister, wenn nicht gar als "fähig" bezeichnet wurde - obwohl nun wirklich deutlich seine Unfähigkeit zutage getreten war (die er bis dato relativ geschickt zu kaschieren gewusst hatte, indem er immer genau die Leute schasste, die sie hätten ans Licht bringen können - Stichwort Kundus-Affäre).
Doch schon Ende September wurde klar, dass der Totgeglaubte weiterhin durch die deutschen Medien geistern würde, als es hieß, er sei in einen renommierten US-Thinkthank berufen worden (am 29.09.2011 hier im Blog kurz kommentiert); und zwar ausgerechnet unter dem Label "distingued statesman". Noch bedrohlicher wurde es am letzten Samstag, als unbelehrbare deutsche Medien einen Auftritt des Ex-In-Spe-Kanzlerkandidaten in Canada bejubelten. Der nun im amerikanisierten Look auftretende Poseur war zu einer Diskussionsrunde auf einer Sicherheitskonferenz in Halifax geladen. In etlichen deutschen Medien wird der Forumsleiter zitiert: „Es geht um seine Erfahrung, deshalb wollen ihn die Leute hören“. Will man uns einen Grizzly aufbinden? Ein paar Monate Wirtschaftsminister, etwas länger Kriegsminister - in beiden Jobs nichts gebacken bekommen ausser die Freundschaft von BILD zu erringen - und nun wird er angeblich als Experte gehandelt für Sicherheits- und Europapolitik? Von einem Comeback wird gar geschwafelt.
Nun, das Interesse vor Ort muß sich in Grenzen gehalten haben, denn außer seinem Namen in der Rednerliste konnte ich in amerikanischen und kanadischen Medien keine Erwähnung finden. Dabei entsprechen doch seine Fachkenntnisse in Täuschen, Blenden und Selbstinszenierungs-Show abziehen perfekt dem amerikanischen Usus in Politik und Wirtschaft. Die Lokalität seines Exils hat er mit Sicherheit nach seinen Neigungen gewählt.
In seinen (?) Ausführungen soll er scharfe Kritik an den europäischen Politikern geübt haben - zu denen er bis vor wenigen Monaten selbst gehörte. Oder ist erst jetzt hier alles in geistiger Impotenz versunken, seitdem der Ex-Doktor nicht mehr nach dem Rechten sieht? Zweifellos sind einige seiner Bemerkungen nicht ganz abwegig. In D wird nur noch Tagespolitik gewurschtelt und in Europa läuft alles darauf hinaus, als ultimative Lösung aller Probleme einen Universalzahlmeister BRD zu istallieren. Jedoch ist es unwürdiger, miserabler Stil, jetzt aus der Ferne über die Leute herzuziehen, die ihn weit über Gebühr und Verdienst gepuscht haben. Und er irrt, falls er meint, sich durch seine intellektuellen Gaben von der Masse der Politiker zu unterscheiden. Wieder einmal hat er nur schwadroniert, aber keine Lösungen angeboten. Doc Gutti war mit dem Ministeramt völlig überfordert und ist letztlich an seiner eigenen Persönlichkeit gescheitert. Man sollte auch die Frage aufwerfen, warum er die US-amerikanische Wirtschafts- und Finanzpolitik nicht für kritikwürdig hält. ("Bankrott in Washington" titelt die Onlineausgabe der Rheinischen Post heute. http://www.rp-online.de/politik/ausland/bankrott-in-washington-1.2612018 ).
Nun, der edle Herr hat ein gutes Gespür dafür, was die Leute hören wollen. Er ist sozusagen ein Chamäleon der Rede. Und in Amerika ist es zur Zeit große Mode, über Europa herzuziehen. Denn wir sind schuld am US-Desaster. Der US-Präsident hat es gesagt, also ist es wahr. Und dieser Geist - die Schuld immer bei anderen suchen, egal wie absurd es klingen mag - ist ja auch KT eigen.
Vernünftige Menschen würden wenigstens etwas Gras über ihre Verfehlungen wachsen lassen. Doch dazu bringt zu Guttenberg nicht die erforderliche Geduld auf. Er muß sofort austesten, wie er denn inzwischen wieder beim deutschen Wähler ankommt: Am 29.11. soll ein Interview-Buch erscheinen, in dem er angeblich die Plagiats-Affäre reflektiert. "Zu Guttenberg spricht über seine Herkunft, seine Familie, über die Zeit als politischer Überflieger im Wirtschafts- sowie im Verteidigungsministerium, über seinen Umgang mit den eigenen Fehlern, über die Zeit nach dem Rücktritt – und über die Voraussetzungen für die Rückkehr eines immer noch enorm populären Politikers." (stern.de)
"The Baron" läßt nichts anbrennen. Dabei ist in D noch nicht einmal das Ermittlungsverfahren gegen ihn abgeschlossen - womöglich wird Anklage erhoben und am Ende könnte der saubere Herr sogar vorbestraft sein. Im übrigen wird gemunkelt, dass Karl-Theodor auf Geheiß des Herrn Papa an einer neuen Doktorarbeit bastelt. Nimmt der Schrecken denn nie ein Ende?
Hier habe ich noch ein paar Beiträge zum Werdegang des "Politstars" herausgepickt:
09.02.2009 Frisch zum Wirtschaftsminister gekürt, nachdem Glos hingeschmissen hatte. stern.de: "Der FDP-Politiker und langjährige Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle, der nach der Bundestagswahl selbst gerne Wirtschaftsminister werden möchte, spottet: >Offenbar genügt es in der Union, dass man lesen und schreiben kann, um Wirtschaftsminister zu werden.<" http://www.stern.de/politik/deutschland/wirtschaftsminister-guttenberg-frisches-blaublut-fuer-berlin-654198.html
10.02.2009 sueddeutsche.de: "Glos' Nachfolger sollte erstens aus der CSU-Bundestagsfraktion kommen, zweitens dem CSU-Bezirk Oberfranken angehören (weil Landwirtschaftsministerin Aigner aus Oberbayern kommt) und außerdem ein loyaler Seehofer-Mann sein. Innerparteilicher Proporz vor fachlicher Eignung und persönlicher Autorität. Während Barack Obama in Washington die besten Köpfe des Landes um sich versammelt, bekommen wir hier parteipolitisches Klein-Klein serviert." http://www.sueddeutsche.de/politik/neuer-wirtschaftsminister-guttenberg-der-staat-als-beute-der-parteien-1.492394
16.03.2009 welt.de: "Nun ist Guttenberg fast einen Monat Bundeswirtschaftsminister ... Aus Textbausteinen wie „prüfen“, „Geduld“, „sorgfältig“ und „verantwortungsvoll“ windet er immer neue Wortgirlanden, die bedeutsam aussehen, ohne viel zu bedeuten. ... Guttenberg hat das Wesen seiner neuen Tätigkeit blitzschnell verstanden."
http://www.welt.de/wirtschaft/article3387129/Die-Feuertaufe-fuer-Wirtschaftsminister-Guttenberg.html
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2011/11/16
Italiens "Neuer" und sein Expertenteam
Eine Regierung aus Leuten, die wissen was sie tun - das klingt traumhaft. Fast könnte man neidisch werden auf Rom. Zudem wird das Kabinett drastisch verkleinert, überflüssige Ministerien eingespart. Mario Monti, der noch heute als Ministerpräsident Italiens vereidigt werden soll, wird als Witschaftsprofessor und langjähriger EU-Kommisssar gleichzeitig Wirtschaftsminister. Sein "Kabinett der Fachleute" wird keine Berufspolitiker enthalten, da "die Abwesenheit von Politikern die Arbeit der Regierung erleichtert" (Zitat Monti, zeit.de). Die "zerstörte Glaubwürdigkeit Italiens" will er mit Sparmaßnahmen und wirtschaftsfördernden Maßnahmen wiederherstellen und gleichzeitig mit politischen Privilegien aus der Berlusconi-Ära aufräumen.
Außenminister wird ein erfahrener Diplomat, das Verteidigungsressort übernimmt ein NATO-Admiral, Justiz eine Staranwältin und so weiter. Das alles ist zwar keine Erfolgsgarantie, doch es klingt so einfach, so logisch, so selbstverständlich. Warum kommen bei uns Leute in die höchsten Ämter, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, weil irgendwelche Parteifunktionäre "bedient" werden müssen? Werden von einem Ministerium zum anderen verschoben, als wären sie beliebig austauschbar? Niemand kann Fachmann für alles sein. (Schäuble nehme ich ausdrücklich aus, der war als Innenminister und als Finanzminister kompetent - n u r s t i m m t d i e p o l i t i - s c h e A u s r i c h t u n g n i c h t . Über seinen Umgang mit Untergebenen und Journalisten will ich mich nicht auslassen. Seine Arroganz ist geboren aus dem Bewusstsein, alle anderen intellektuell in die Tasche zu stecken.)
"Das neue Kabinett soll das Land aus der schweren Krise führen, die es an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs geführt hat und die gesamte Eurozone gefährdet." (Monti nach abendblatt.de) Monti ist zuversichtlich, dass Italien das Schuldendesaster in einer kollektiven Anstrengung überwinden kann. Im Gegensatz zum extrovertierten Protz Berlusconi ist Monti äußerlich ruhig, eher unitalienisch, aber ein zielstrebiges und beherzt-hartnäckiges Arbeitstier. Lobbypolitik läßt ihn kalt, für ihn zählen nur Tatsachen. "In seiner Funktion als EU-Wettbewerbskommissar scheute sich der Italiener nicht, gegen Kartelle und Preisabsprachen, Großfusionen und unbegründete Staatshilfen zu Felde zu ziehen. ... Dass er sich dabei EU-Regierungen sowie Kolosse wie Bill Gates' Microsoft und Volkswagen zu Gegnern machte, kümmerte ihn wenig." (diepresse.com) Einen solchen Mann könnte jede Regierung der Welt brauchen.
Außenminister wird ein erfahrener Diplomat, das Verteidigungsressort übernimmt ein NATO-Admiral, Justiz eine Staranwältin und so weiter. Das alles ist zwar keine Erfolgsgarantie, doch es klingt so einfach, so logisch, so selbstverständlich. Warum kommen bei uns Leute in die höchsten Ämter, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, weil irgendwelche Parteifunktionäre "bedient" werden müssen? Werden von einem Ministerium zum anderen verschoben, als wären sie beliebig austauschbar? Niemand kann Fachmann für alles sein. (Schäuble nehme ich ausdrücklich aus, der war als Innenminister und als Finanzminister kompetent - n u r s t i m m t d i e p o l i t i - s c h e A u s r i c h t u n g n i c h t . Über seinen Umgang mit Untergebenen und Journalisten will ich mich nicht auslassen. Seine Arroganz ist geboren aus dem Bewusstsein, alle anderen intellektuell in die Tasche zu stecken.)
"Das neue Kabinett soll das Land aus der schweren Krise führen, die es an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs geführt hat und die gesamte Eurozone gefährdet." (Monti nach abendblatt.de) Monti ist zuversichtlich, dass Italien das Schuldendesaster in einer kollektiven Anstrengung überwinden kann. Im Gegensatz zum extrovertierten Protz Berlusconi ist Monti äußerlich ruhig, eher unitalienisch, aber ein zielstrebiges und beherzt-hartnäckiges Arbeitstier. Lobbypolitik läßt ihn kalt, für ihn zählen nur Tatsachen. "In seiner Funktion als EU-Wettbewerbskommissar scheute sich der Italiener nicht, gegen Kartelle und Preisabsprachen, Großfusionen und unbegründete Staatshilfen zu Felde zu ziehen. ... Dass er sich dabei EU-Regierungen sowie Kolosse wie Bill Gates' Microsoft und Volkswagen zu Gegnern machte, kümmerte ihn wenig." (diepresse.com) Einen solchen Mann könnte jede Regierung der Welt brauchen.
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Wirtschft
2011/10/03
Heute ist nicht nur Feiertag, sondern ich habe auch einen fiesen Schnupfen und mit dem Denken will es nicht so recht klappen. Darum ein paar Zitate von George Bernhard Shaw statt eines weiteren Betrags von mir.
"Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen."
"Für einen Politiker ist es gefährlich, die Wahrheit zu sagen. Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen."
Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer."
"Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, wäre sie heute noch nicht fertig." Und nicht besser, meine ich.
"Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen."
"Für einen Politiker ist es gefährlich, die Wahrheit zu sagen. Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen."
Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer."
"Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, wäre sie heute noch nicht fertig." Und nicht besser, meine ich.
2011/10/01
FDP - Die Leistungspartei
Vor unserem Plattenbau steht eine Bank, und bei halbwegs erträglichem Wetter herrscht dort reges Kommen und Gehen der Mieter. Da werden tiefschürfende politische Gespräche geführt - wie ein Stammtisch ohne Alkohol. Meine Nachbarn meinen nun, die FDP solle sich einmotten lassen. Hmm, einmotten tat man früher Kleidungsstücke, die man in der entsprechenden Jahreszeit wieder unversehrt - ohne Mottenfraß - hervorholen und nutzen wollte. Muß das bei dieser Partei wirklich sein?
Ich habe mir mal Gedanken gemacht, was außer Getöne die bekannten Köpfe der ehemaligen Spaß-Partei so "liefern". Ich kann da wirklich keine Gründe zur Konservierung finden.
Der Bundeswirtschaftsminister wird von niemandem, nicht einmal den Kabinettskollegen, ernstgenommen. Das muß wohl Gründe haben. Auch ich kann die besondere Wirtschaftskompetenz eines Arztes nicht einmal mit der Lupe finden. Der Außenminister macht sich und die Bundesrepublik überall auf der Welt lächerlich. Leutheusser-Schnarrenberger ist erfahren und fällt kaum negativ auf - eine Ausnahme. Außerdem bleibt sie bei ihrer Linie und versucht durchzusetzen, was sie für richtig hält. Achtenswert. Daniel Bahr - No Comment. Der Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel tritt öffentlich wenig in Erscheinung, was sicher auch damit zu tun hat, daß er auf dem Posten eine eklatante Fehlbesetzung ist. Womit hat er überhaupt einen Ministersessel verdient? Das habe ich mich 2009 gefragt und immer noch keine Antwort erhalten. Immerhin machte er persönlich in dieser Zeit eine Entwicklung durch: er ist fett geworden. Wer ist noch erwähnenswert? Kubicki, der nicht in die Bundespolitik will. Er stänkert lieber von weitem. Hochintelligent und scharfzüngig, ich möchte ihn nicht zum Gegner haben.
Silvana (Namensbedeutung: "Bewohnerin des Waldes") Koch-Mehrin, die mit ihrer Reaktion auf die Plagiatsvorwürfe bezüglich ihrer Doktorarbeit schon bewiesen hat, daß sie im Wald steht, macht schon wieder negative Schlagzeilen. Nachdem schon vor Monaten herausgekommen war, das sie im Europaparlament als Abgeordnete sehr selten present ist, meldet dpa jetzt, daß sie auch die Ausschusssitzungen seit 2 Jahren schwänzt. dpa bemerkt dazu: "Die Ausschussarbeit zählt zu den wesentlichen Aufgaben eines EU-Parlamentariers." Auch für eine Stellungnahme soll sie nicht zu erreichen gewesen sein. Womit verbringt die einstige Vorzeige-FDPlerin eigentlich ihre Zeit? Wofür kassiert sie ihre Diäten? Selbst in Österreich interessiert man sich dafür. Nachrichten.at berichtet dazu: " ... bekommt Koch-Mehrin als Abgeordnete des Europäischen Parlamentes ein Bruttogehalt von rund 8.000 Euro. Hinzu kommen ... eine allgemeine Kostenpauschale von rund 4.300 Euro sowie ein Tagegeld pro Sitzungstag von rund 300 Euro.
Wie war noch der Slogan? "Leistung muß sich wieder lohnen." Nichts leisten lohnt aber offensichtlich noch viel mehr.
Ich habe mir mal Gedanken gemacht, was außer Getöne die bekannten Köpfe der ehemaligen Spaß-Partei so "liefern". Ich kann da wirklich keine Gründe zur Konservierung finden.
Der Bundeswirtschaftsminister wird von niemandem, nicht einmal den Kabinettskollegen, ernstgenommen. Das muß wohl Gründe haben. Auch ich kann die besondere Wirtschaftskompetenz eines Arztes nicht einmal mit der Lupe finden. Der Außenminister macht sich und die Bundesrepublik überall auf der Welt lächerlich. Leutheusser-Schnarrenberger ist erfahren und fällt kaum negativ auf - eine Ausnahme. Außerdem bleibt sie bei ihrer Linie und versucht durchzusetzen, was sie für richtig hält. Achtenswert. Daniel Bahr - No Comment. Der Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel tritt öffentlich wenig in Erscheinung, was sicher auch damit zu tun hat, daß er auf dem Posten eine eklatante Fehlbesetzung ist. Womit hat er überhaupt einen Ministersessel verdient? Das habe ich mich 2009 gefragt und immer noch keine Antwort erhalten. Immerhin machte er persönlich in dieser Zeit eine Entwicklung durch: er ist fett geworden. Wer ist noch erwähnenswert? Kubicki, der nicht in die Bundespolitik will. Er stänkert lieber von weitem. Hochintelligent und scharfzüngig, ich möchte ihn nicht zum Gegner haben.
Silvana (Namensbedeutung: "Bewohnerin des Waldes") Koch-Mehrin, die mit ihrer Reaktion auf die Plagiatsvorwürfe bezüglich ihrer Doktorarbeit schon bewiesen hat, daß sie im Wald steht, macht schon wieder negative Schlagzeilen. Nachdem schon vor Monaten herausgekommen war, das sie im Europaparlament als Abgeordnete sehr selten present ist, meldet dpa jetzt, daß sie auch die Ausschusssitzungen seit 2 Jahren schwänzt. dpa bemerkt dazu: "Die Ausschussarbeit zählt zu den wesentlichen Aufgaben eines EU-Parlamentariers." Auch für eine Stellungnahme soll sie nicht zu erreichen gewesen sein. Womit verbringt die einstige Vorzeige-FDPlerin eigentlich ihre Zeit? Wofür kassiert sie ihre Diäten? Selbst in Österreich interessiert man sich dafür. Nachrichten.at berichtet dazu: " ... bekommt Koch-Mehrin als Abgeordnete des Europäischen Parlamentes ein Bruttogehalt von rund 8.000 Euro. Hinzu kommen ... eine allgemeine Kostenpauschale von rund 4.300 Euro sowie ein Tagegeld pro Sitzungstag von rund 300 Euro.
Wie war noch der Slogan? "Leistung muß sich wieder lohnen." Nichts leisten lohnt aber offensichtlich noch viel mehr.
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2011/09/29
Guttenberg denkt jetzt selbst
Ex-Verteidigungsminister Guttenberg, der mit Ideenklau traurige Berühmtheit erlangte, ist jetzt in den renommierten Washingtoner Thinktank "Center for Strategic and International Studies" (CSIS) berufen worden. Als sein besonderes Verdienst wurde dort, wie Spiegel-Online schreibt, die "strukturell bedeutendste Bundeswehrreform seit 1955" hervorgehoben. Meines Wissens hat der edle Herr nur Chaos hinterlassen. In Deutschland droht ihm zudem noch eine Klage wegen der Urheberrechtsverletzungen.
Spiegel-Online schreibt weiter: "Sein offizieller Jobtitel lautet: >Distinguished Statesman< zu Deutsch: >angesehener Staatsmann<. Die Tätigkeit wird unbezahlt sein." Das mit dem angesehenen Staatsmann lasse ich unkommentiert. Macht mal auf Thinktank und denkt euch selbst euer Teil.
derwesten.de erklärt uns zum Thema: "In den USA gelten solche Denkfabriken als Drehtür: Neugewählte Präsidenten wählen gerne ihr Personal aus diesen Instituten." Das sind ja schöne Aussichten! Sollte KTG eines Tages mit noch mehr Macht ausgestattet sein, was könnte er dann erst für Schaden anrichten!
Aber erst einmal muß er sich dort bewähren. Ob er wohl auch diesmal wieder mit Abschreiben durchkommt?
Spiegel-Online schreibt weiter: "Sein offizieller Jobtitel lautet: >Distinguished Statesman< zu Deutsch: >angesehener Staatsmann<. Die Tätigkeit wird unbezahlt sein." Das mit dem angesehenen Staatsmann lasse ich unkommentiert. Macht mal auf Thinktank und denkt euch selbst euer Teil.
derwesten.de erklärt uns zum Thema: "In den USA gelten solche Denkfabriken als Drehtür: Neugewählte Präsidenten wählen gerne ihr Personal aus diesen Instituten." Das sind ja schöne Aussichten! Sollte KTG eines Tages mit noch mehr Macht ausgestattet sein, was könnte er dann erst für Schaden anrichten!
Aber erst einmal muß er sich dort bewähren. Ob er wohl auch diesmal wieder mit Abschreiben durchkommt?
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